Einkaufstipp Sansibar: Green cosmetic from a green island

Soaps and oils, skin creams and soap bars which look and smell like chocolade: Das grüne Öko-Kosmetiksortiment von Inaya aus Sansibar ist pure Sinnesfreude. Kein Wunder, dass das clevere Start-up von Cheherazade auch von CNN entdeckt wurde. Hier der Beitrag des US-News-Channels über die junge Kosmetikfirma aus Sansibar. Und weiter unten lest Ihr, wie ich in meinem Buch über meinen Besuch bei Inaya berichtete und was Cheherezade  mir über Ihr Business verriet – es hatte eine holprigen Start.

Auf jeden Fall: Jetzt ist es einer meiner Lieblings-Shoppingtipps für alle, die nach Zanzibar kommen. Auch in vielen guten Hotels auch im Safrai-Circuit in Tansania sind die Inaya-Produkte inzwischen vertreten – achtet mal drauf, wenn Ihr nach Afrika und Zanzibar kommt. Wer braucht Masken und Holzgiraffen, deckt Euch lieber mit dieser tollen Naturkosmetik ein. Good news from Africa!

Hier der CNN-Bericht:

CNN documentary

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Jungunternehmerin Cheherazade vor ihrem Beauty-Sortiment – gibt es alles auf Zanzibar zu kaufen, z.B. bei Memories, und demnächst online

Hier ein Auszug aus meinem Buch, über meinen Besuch bei Inaya:

Ein modernes Kosmetiklabor? Wie unafrikanisch! Unter der Haube hänge ich meinen Gedanken nach. Erinnere mich an einen Schönheitsausflug ganz anderer Art, den ich vor ein paar
Tagen unternommen habe, in Cheherazades Schönheitslabor, einer gerade
eröffneten ersten Fabrik für Naturkosmetik à la Sansibar. Blitzblank
polierte Aluminiumtheken, ein Besprechungszimmer mit einem Ikea-
Konferenztisch, ein gut sortiertes Versuchslaboratorium, ein waschküchenähnliches
Lager mit Schubladen voller selbst gemachter Seifen: Die
Produktionsstätte im Vorort Mtoni präsentierte sich sauberer als ein Klinik-
Labor. Vier Mitarbeiterinnen mit Plastikhäubchen über den Haaren
packten Scrubs und Body Butter in originelle Alu-Döschen, füllten
verführerisch duftende Mischungen aus Avocado, Baobab, Kokosnuss,
Macademia, Marula, Moringa und Yangu-Ölen in handliche Fläschchen.
»7 Precious Oils – sieben wertvolle Öle – ist unser Bestseller«, strahlte
Besitzerin Cheherazade Cheikh, und als ich es abends mit Ahmed ausprobierte,
weiß ich sofort warum. Die Naturkünstlerin hat den Duft des ganzen
Kontinents in ihr Schönheitselixier gepresst.
Stolz führte mich die 36-Jährige durch ihre neue Fabrik. Ich hatte die
junge Afrikanerin mit dem traditionsreichen Namen bereits bei meinem
ersten Besuch in Sansibar kennengelernt, damals noch als Chefin des
kleinen, feinen Boutique-Hotels Kisiwa House, und von Anfang an hatte
sie mir imponiert. Ihr Vater stammt aus Mauretanien, die Mutter aus
Indien. »Darum passt der Völkermix in Sansibar so gut zu mir«, sagte
Cheherazade. Ihre Firma für Naturkosmetik hat sie Inaya genannt, Swahili
für »sich um andere kümmern«.
Die schöne Cheherazade lebt mit einem schwedischen Partner aus
dem weitverzweigten Abba-Clan zusammen, hat Medizin und Biochemie
studiert, einen Abschluss in Betriebswirtschaft, doch als ein ausländisches
TV-Team einen Film über ihre Naturseifen drehen wollte, war
ihnen der Auftritt von Sansibars neuer Beauty-Queen zu modern.
»Afrikanische Frauen, die in Mörsern Kräuter zerstampfen, bunte afrikanische
Klamotten tragen und möglichst noch ein paar nackt herumspringende
Kinderchen mit dicken Bäuchlein um sie herum, so stellten
sich die Dokumentarfilmer den Beitrag über meine Naturkosmetik vor«,
erzählte mir Cheherazade. »Ein modernes afrikanisches Unternehmen,
das passte nicht ins Image.« Doch Cheherazade blieb hart: Entweder ihr
Techno-Labor oder gar nichts. So kam der Film, zu ihrem Leidwesen, nie
zustande.
»Was soll’s«, sagt sie, »mein Start-up wird sich hoffentlich auch so
entwickeln.«

Und den CNN-Bericht hat sie – siehe oben – später dann doch noch bekommen!

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Moderne Produktion: Eine MItarbeiterin lagert die Seifenstücke

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Zum Anbeißen: Wie Schokolade sieht die Seife aus

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…und so das fertige Produkt: eine Inaya-Tagescreme

 

Anmaßend eigentlich, dass gerade Westler gerne darüber jammern,
dass Afrika angeblich seine Kultur verliere, dass »die Welt inzwischen
überall gleich aussieht«. Mit derselben kolonialen Arroganz, mit der
europäische Eindringlinge Afrikanern im 19. Jahrhundert ihre Stammesrituale
absprachen, beharren sie heute darauf, dass Afrikaner ihre Traditionen
leben. Dabei laufen wir doch auch nicht immer im Dirndl rum
und tanzen Schuhplattler, oder? Warum soll es kein Ikea in Capetown
geben, warum kein Zara auf der Kenyatta Avenue in Nairobi? Weil die
Produktionsbedingungen der Weltmonopolisten nicht sauber sind? Mag
stimmen, aber hindert uns doch auch nicht daran, in Deutschland bei
ihnen einzukaufen.
Ich finde es nicht bedauerlich, sondern Völker verbindend, wenn in
Sansibars Clubs dieselbe Musik aus den Lautsprechern schallt wie im
Mojo Club auf der Reeperbahn.
Ich liebe die Globalisierung und hasse Folklore. Massai-Riten und
Fischbrötchen, Koransuren und Shanty-Chöre müssen ja deshalb nicht
aussterben, ganz im Gegenteil!

Website Comments

  1. Ramona
    Antworten

    Liebe Frau Trapper,
    ich bin auch ganz begeistert von Inaya Zanzibar – ich kenne sie vom Afrika Festival in Würzburg! Seitdem warte ich gespannt auf den Onlineshop und ich habe nun kürzlich gesehen, dass sie jetzt auch nach Deutschland liefern 🙂 Haben Sie Erfahrungen mit der Onlinebestellung? Kommen die Produkte ohne Probleme durch den Zoll, bzw. gibt es irgendwelche Gebühren, die nach der Bestellung noch auf mich zukommen? Ich habe auch schon öfter davon gehört, dass manche Päckchen sogar ganz vom Zoll abgewiesen werden und nie ankommen. Ich wollte mich vergewissern, dass ich die kostbaren Produkte auch wirklich bekomme, bevor ich meine Bestellung aufgebe. 🙂

    Vielen Dank schon einmal und viele Grüße
    Ramona

    • andtapper

      Liebe Ramona,
      bitte entschuldigen Sie, durch die ganzen Corona-Umstände sehe ich Ihren Kommentar erst jetzt.
      Leider habe ich keine Erfahrungen, wie es mit Online-Bestellungen und -Versand von Inaya nach Deutschland funktioniert.
      Wäre in der Tat interessant zu wissen, ob der Zoll da aktiv wird oder nicht.
      ich werde versuchen, bei der Chefin von Inaya nachzufragen und Sie dann informieren.
      Zwischenzeitlich, falls Sie jetzt schon praktische Erfahren mit dem Versand haben, geben Sie uns gerne eine Nachricht.
      Ich hörte übrigens gerade von Freunden auf Zanzibar, dass Inaya jetzt auch das erste Shampoo und vor allem Conditioner in Seifenform hat – das fände ich sehr interessant, weil an Conditioner mangelt’s mir immer auf Zanzibar.
      Ich bin derzeit in Hamburg, nachdem ich – wie Sie wahrscheinlich gelesen haben – bis Mitte Juni 2020 auf Zanzibar festsaß. Ich werde voraussichtlich ab Mitte Januar 2021 wieder dort sein.
      Mit herzlichen Grüßen an Sie,
      Ihre
      ANDREA TAPPER

    • Ramona

      Liebe Andrea,
      vielen Dank für die Antwort! Ich habe auch die E-Mail gesehen, die Sie an mich weitergeleitet haben. Ich habe inzwischen keine weiteren Infos zum Versand/Zoll etc. bekommen, daher freue ich mich auf eine Antwort von Cheherazade.
      Viele Grüße
      Ramona

    • andtapper

      Liebe Ramona,
      und hier ist schon die Antwort – von der Chefin persönlich.
      Zusammengefasst: Kein Problem Inaya-Produkte nach Deutschland zu ordern. Sie kommen mit DHL in nur 7-10 Tagen direkt und sicher nach Hause.

      Sie hat sich sehr Über Deine (lass uns zum Du übergehen!) Antwort gefreut und erzählt, dass Ihr Euch wohl vor Jahren auf dem Afrika-Festival in Würzburg kennen gelernt habt. Small world!

      Cheherazade schreibt:
      „Regarding online orders through our website, we have been shipping regularly to Germany since March 2020. In fact, it is one of our top countries of destination with France, the UK and the USA.
      We ship orders with DHL so it is very safe and it is delivered straight to the shopper’s address. Depending on the amount spent, there might be some VAT (threshold 22€) and customs duties (threshold 150€) to be paid. I would suggest contacting the local DHL office to enquire about specific local regulations and duty rates. Due to the ongoing pandemic, it takes an average of 7 to 10 days to reach our customers. I hope this helps!“

      Yes, this helps! Thanks, Cheherazade.

  2. Julia Tamm
    Antworten

    Hallo Frau Tapper,
    ich war letztes Jahr auf Sansibar und konnte die Frauen bei Algen sammeln selbst beobachten. Leider habe ich erst neulich, durch die Sendung auf ARTE erfahren, dass die Kosmetik zu kaufen ist. Ich bin kein Troll und kein Fake, trotzdem weiß ich nicht welche Link ich folgen soll. Ich wäre sehr glücklich wenn Sie mir diesen senden können. Ich würde gerne was kaufen.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute für das Jahr 2018!

  3. Lutz Köhlmann
    Antworten

    Ich finde Natürliche Produkte toll wie z. B. Algenseife usw. Wie kann ich diese bei Ihnen erwerben? Via Internet?

    Mit freundlichen Grüßen
    Lutz Köhlmann

    • andtapper

      Lieber Lutz, ich weiß nun gar nicht, ob Du ein Fake, eine Spam oder ein echter Mensch bist. Als solcher müsstest Du sehen, dass ich keine Bio-Produkte VERKAUFE, sondern eine journalistische Website führe.
      Möchtest Du die wunderbaren Seifen und Öle von Inaya Zanzibar bestellen, folge bitte dem angegebenen Link.
      LG
      ANDREA TAPPER

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